DeutschEnglish

Teedose

Was es mit der Teedose auf sich hat

Wir kennen es aus Filmen oder Romanen: Die vornehme ältere Dame geht zum Vertiko und nimmt würdevoll eine glänzende, reich verzierte Teedose heraus, öffnet umständlich den Deckel, nimmt einen altbackenen Keks heraus und reicht ihn dem auf seinen Hinterpfötchen stehenden und bettelnden Pudel. Ja, ja, die gute alte Teedose! Wenn wir die nicht hätten, würde der Menschheit ein wichtiges Kulturgut fehlen.
Natürlich wird sie bei vielen noch lange nach dem Aufbrauchen des Tees für alles Mögliche weiter verwendet.

Das liegt zum einen daran, dass die Teedose durch ihr robustes Material, meist poliertes Weißblech, sehr lange haltbar ist, und zum anderen ist sie oft so schön anzusehen, dass man sie einfach nicht wegwerfen kann.
Jede Teedose, egal ob rund oder eckig, klein oder groß, ist ja auch geradezu geeignet dafür, diverse Kleinteile, von Münzen bis Bonbons und von Büroklammern bis Schrauben aufzunehmen.
Übrigens soll jeder erfahrene Einbrecher zuerst in die Teedose schauen, weil sie sehr gern als Versteck von Oma's Erspartem dient.
Doch das nur am Rande. Eigentlich wird die Teedose, wie es ja auch der Name sagt, zur sachgerechten Aufbewahrung verschiedenartigster Teesorten hergestellt. Es geht darum, das feine Aroma des Tees für längere Zeit zu konservieren, weshalb sich jede Teedose meist relativ dicht und lichtundurchlässig verschließen lässt.
In der heutigen Zeit werden Teedosen individuell nach speziellen Wünschen der Teevertreiber hergestellt.

Durch modernen Digitaldruck und hochwertige Prägetechnik ist bei der Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes der Dosen fast alles möglich. Auch die Form und das Material können den Kundenwünschen voll und ganz angepasst werden. Durch spezielle Beschichtungen oder maschinelles Polieren wird jede Dose zum Unikat und begeistert jeden Gast, wenn der Gastgeber zur stilvollen "tea time" läd.
Man kann sagen, dass es mittlerweile zum guten Ton gehört, eine schmucke Teedose zu besitzen.

In Teekennerkreisen ist sie längst zum Kultobjekt avanciert und man würde sich mit dem Aufbrühen eines schnöden Teebeutels aus einer Drogeriemarktschachtel unsäglich blamieren.